Verein Kinderwelt 2011
Kinderwelt - spielend die Welt entdecken Im Fokus steht das Kind und seine Welt. Jedes Kind braucht seinen Raum und seine Zeit, um jede Entwicklungsstufe ausleben zu können und dann den nächsten Schritt zu meistern. Es lernt über die Sinne; durch fühlen, schmecken, riechen, sehen und hören. Jedes Kind drückt sich auf seine eigene Art und Weise aus. Wir unterstützen es mit Geduld und bemühen uns, seine "Sprache" zu verstehen. Jedes Kind braucht Auseinandersetzungen. Es wird verschiedene Lösungswege finden und ausprobieren. Wir handeln Regeln und Kompromisse aus, die für die ganze Gruppe im Moment stimmen. Wir arbeiten prozess-, nicht produktorientiert! Das Kind soll mit seiner eigenen Vorgehensweise zum Ziel kommen - und nicht ein - in den Augen eines Erwachsenen - perfektes Ergebnis „abliefern“. Wir werten nicht, sondern beschreiben, was wir sehen. Sobald wir werten ist etwas gut oder schlecht, und wir geben vor wie es sein muss. Es entsteht Wettbewerb und das kreative Schaffen weicht der Kopierung. Damit entziehen wir dem Kind die Basis, überhaupt auszuprobieren. Lassen wir freies Schaffen zu, sind die Ergebnisse reichhaltiger, farbiger und verschiedener. Durch diese Haltung vermitteln wir auch automatisch: Du darfst anders sein: so wie du bist, ist .o.k.! Gründe, freies Spielen zu fördern: Sprachlicher Ausdruck, kognitives Denken, selbständiges Lernen, Spiel und Alltag verknüpfen, Spannung und Entspannung, sich gefühlsmässig ausdrücken, soziales Verhalten, differenziertes Körpergefühl. Freies Spielen bezeichnet alle Betätigungen von Kindern, die nicht durch ein bestimmtes Programm oder durch Aufforderung von Erwachsenen in Gang gesetzt werden. Dabei nehmen die Kinder Anregungen und Impulse, die sie aus der Umgebung erhalten, selbständig oder durch Beispiel anderer Kinder auf. Sie entdecken selbst Spielmöglichkeiten und -materialien, bauen sie in ihr Spiel ein und schaffen sich damit selbst offene Handlungssituationen. Die oft unterdrückte Fähigkeit zum Spielen freizulegen; dem Kind zu helfen, durch die dem freien Spielen innewohnenden Kräfte die Welt "einzufangen" und ihnen alle Möglichkeiten einer gesunden Entwicklung zu geben: darin sehen wir die vordringliche pädagogische Aufgabe!
PHILOSOPHIE